Rohrpost

Liebes Rektorat,

ich beantrage hiermit die Verlegung einer Rohrpost-Anlage, die die Bibliothek mit dem 2. Obergeschoß verbindet.
Eine solche würde es uns ermöglichen, die Institute mit unseren News-Services, der Zustellung von wichtigen Dokumenten und der Übermittlung von dringenden Büchern sehr viel schneller und effizienter zu erreichen.
Weiters könnten die hierorts zahlreich vorhandenen Lüftungskanäle ihrer offenkundig eigentlichen Bestimmung zugeführt werden, die dem Architekten vorschwebte.  In Zeiten von gehäuften Hacker-Angriffen wäre eine solche Anlage auch abhörsicher und würden den Ansprüchen des Datenschutzes Rechnung tragen.
Und außerdem, bitteschön, hat das Parlament auch eine Rohrpost.
Ich bitte Sie, denken Sie darüber nach, wir haben einen ersten Entwurf für Sie gezeichnet.

Mit freundlichen Grüßen,
die Bibliothek

PS: Selbstverständlich könnte auch das Rektorat mit der Rohrpost serviciert werden.

Der Kässpätzle-Äquator

An der gegenständlichen Uni etabliert sich speziell in den Rängen des Verwaltungsrechtes eine empörend hohe Anzahl von Vorarlbergern.
Auch die Campus-Gastronomie sieht sich gezwungen dem Exil-Vorarlbergertum Rechnung zu tragen, und bietet u.a. unter dem Titel “Kässpätzle” eine Speise an, die diesen Namen beinahe verdient hat.

Geringfügige Verbesserungen sind wie so oft noch denkbar, zB durch Überführung der gerösteten Zwiebeln in einen Zustand, der nicht so sehr das Wort “Versteinerungstheorie” evoziert.

Denn wie Hans Kelsen bereits so treffend feststellte: “Es ist zu beachten, daß die Kässpätzle im Sinne der Als-Ob-Philosophie keine Hypothese sind [ ] – sondern eine Fiktion, die sich von der Hypothese dadurch unterscheidet, daß sie von dem Bewußtsein begleitet wird oder doch begleitet werden soll, daß ihr die Wirklichkeit nicht entspricht..”