Berittene Bibliothekspolizei

Es ghört dass die Gesetzesfaust
Auf das Gesindel niedersaust!
(Rainhard Fendrich)

Sehr verehrtes Rektorat!
Nachdem Sie meinem letzten Antrag bedauerlicherweise nicht nachgekommen sind (Verlegung einer Rohrpostanlage durch mein Büro), appelliere ich ein letztes Mal inständig an Ihre geschätzte Verantwortung:
Wir brauchen die BERITTENE BIBLIOTHEKSPOLIZEI!
Es führt gar kein Weg daran vorbei, dass durch diese Maßnahme in unseren schönen Freihandbereichen endlich wieder für Recht und Ordnung gesorgt wird –
Nur berittenes Fachpersonal der Bibliothek kann durch ein rasches Einschreiten und Überspringen des Drehkreuzes schnell eines frechen Bücherdiebes habhaft werden, und wer bitte, frage ich Sie, soll das Rücksortieren der Bücher in den Morgenstunden besser obwalten, als ein entsprechend ausgestattes Buchwagengespann? Die Pferde könnten am Campus mit Sicherheit gewinnbringend für alle möglichen Transportwege eingesetzt werden, und auch ein nahegelegenes Weiden der Bibliothekspferde in den Praterauen wäre zweifellos gut machbar.

Ich bitte Sie, überlegen Sie sich das, es ist in vielen europäischen Ländern Standard und sollte in keiner guten Bibliothek fehlen.
Ich verbleibe wie immer, mit untertänigsten Grüßen,
die Ihrigste

* Falls sich manch einer fragt, warum dieses Pferd gar so seltsam aussieht: Ich habe in der Zwischenzeit einigermaßen gut zeichnen gelernt, aber Pferde sind eben einfach ein anderes Kaliber. Sie können das leicht überprüfen, indem sie selbst einmal versuchen eines zu zeichnen.