Der Mercedes unter den Buchwägen

Bald auch in Ihrer Bibliothek!
(heute mal ganz ernsthaft und technisch)

Der Mercedes unter den Buchwägen

Im Sommer erhält die komplette Buchwagen-Flotte (17 Wagen)
der Bibliothek Recht eine neue Bereifung.

Aus Gründen des Schallschutzes wurden zwei verschiedene Rädertypen getestet,
die in Bibliotheken zum Einsatz kommen und gemeinhin unter dem Begriff „Flüsterräder“
laufen. Die unterschiedlichen Reifen wurden in Probefahrten von
bibliothekarischem Fachpersonal und Mitarbeitern der Haustechnik geprüft; da
davon aus Anstandsgründen keine Fotos angefertigt wurden, oben eine kleine
Skizze.

Wir hätten ja im Traum nicht gedacht, dass wir uns einmal mit so einem Thema beschäftigen würden. Gar nicht leicht zu entscheiden, denn wie beim Neuwagenkauf stellen sich
verschiedene komplexe Fragen:
-Die grauen Reifen (unser Favorit): Luftgepolstert und sehr geräuscharm, dafür
wartungsintensiver, da Luft nachgepumpt werden muss und Wagen einen „Platten“
bekommen können.
-Die schwarzen Reifen: Hartgummi und etwas günstiger, dafür mit störendem
Quietschgeräusch beim Lenken.

Zu beachten ist dabei ohne Witz, dass unsere Buchwagen im
täglichen Betrieb teilweise extremen Belastungen ausgesetzt sind, erheblichem
Gewicht und weiten Strecken.

Auch Abrieb und Profil der Reifen, Anfahrt im Steilhang,
Kurvenlage und Navigieren über Blindenleitlinien wurden ernsthaft diskutiert
und überprüft, da die Bibliothek mit befahrbaren Rampen auch abschüssiges
Terrain einschließt.

Mutigen Probanden bieten wir noch für kurze Zeit die Möglichkeit, nach der
Öffnungszeit eine Probefahrt mitzuerleben.

 

7

„Das Protokoll der Verhandlung vom …wird wie folgt berichtigt: Die
Angeklagte ist nicht bei den Sieben Zwergen, sondern bei den
Siemenswerken beschäftigt.“

– immer noch eines meiner Lieblingszitate..

Landgericht Regensburg 1983

Emeriti

Der Emeritus/Die Emerita
Ein jedes gute Institut, das etwas auf sich hält sollte mindestens einen haben. Nach ihrer aktiven Dienstzeit treten HochschullehrerInnen nicht etwa in den Ruhestand, sondern versetzen sich in einen Zustand, den man “emeritiert” nennt. Konkret bedeutet das, dass sie nicht etwa aus dem Institutsleben verschwinden, sondern auf Jahrzehnte hinweg ein dubioses Kammerl bewirtschaften und als fröhliche Gespenster weiterhin ein spukhaftes Dasein an der Universität führen – gar manche sollen lange nach ihrem Ableben noch gesehen worden sein.
Die einzig korrekte Mehrzahl von Emeritus ist übrigens: Emeritusse.
Gern geschehen.

#Dinge, die Studenten heute nicht mehr wissen.