Der Gefeierte

ÜBER FESTSCHRIFTEN

Typischer Aufbau eines Vorwortes – Musterschablone

  1. „Der Gefeierte hat uns verboten eine Festschrift zu machen. Er ist so bescheiden.“
  2. „Wir haben ihm trotzdem eine geschrieben. Ha!“
  3. Nennung jener Lektoratsmitarbeiter und Kollegen, die der Entstehungsprozess am meisten Nerven, Blut und Schweiß gekostet hat. Ausgedehntes Herausstellen des Leides aller Beteiligten.
  4. Amüsante Anekdote/Zitat des Gefeierten.
  5. „Ad multos annos!“

Terminal

Der Begriff “Terminal”, der in der gegenständlichen Bibliothek als Bezeichnung für Selbstverbuchungsautomaten zum Einsatz gelangte, war offenkundig geeignet im Bibliothekspublikum eher fachfremde Vorstellungen zu evozieren, und sollte aus diesem Grunde vermieden werden.

Aus der Judikatur des Bibliotheksgerichts

DIE JUNGEN WILDEN

“Und schwimmt nicht zu weit raus!”

“..bleibt lieber schön hier bei den Festschriften, wo ich Euch sehen kann..”

“..um 18 Uhr schließen wir dann..”

Ein neuer Jahrgang wildgewordener Jus-Studierender stürmt unseren Bestand.
Beklemmung und Sorge um den Zustand der Bücher machen sich im Herzen der Bibliothek breit.
Ob man je gelassener wird mit den Jahren..?

Einträge im Entlehnbuch

“Was wollte uns der Dichter damit sagen?”

Für Fälle, in denen die Verbuchung am Selbstverbuchungsgerät fehlschlägt, haben wir die Möglichkeit eines guten altmodischen Entlehnbuchs geschaffen, in das man händisch das Buch eintragen kann (und soll).
Wir dachten das wäre eine gute Idee.
Da wussten wir aber noch nicht, wie viele Arztschriften es unter den JuristInnen gibt..

Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk

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Erst wenn der letzte Kommentar hochgeladen,
die letzte Zeitschrift digitalisiert,
wenn alle Gesetzestexte verlinkt sind und
die Gerichtshöfe ihre Verhandlungen live ins Internet übertragen,
erst wenn alle Festschriften open access verfügbar,
und alle Aktenordner dateigrößenkomprimiert sind,

werdet ihr einsehen,
dass es in der Bibliothek Recht
zu wenig Steckdosen gibt.