Aus unserer Reihe: Großartige Datenbanken, von denen wir nicht wussten, dass wir sie haben.

House of Commons Parliamentary Papers (HCPP) ist ein umfangreiches Volltextarchiv aller Sitzungsprotokolle und vieler Hintergrundpapiere des britischen Parlaments für das 19. und 20. Jahrhundert. Insbesondere für das 19. Jahrhundert enthält es in den Hintergrundpapieren eine Vielzahl von Informationen über Großbritannien und die ehemaligen Kolonien
und oft auch weit über Großbritannien hinausgehende Informationen.
Beispiele für in der Datenbank enthaltene Informationen sind die
britischen Handelsstatistiken, Bevölkerungszählungen, Völkerrechtliche
Verträge Großbritanniens (und oft auch anderer Nationen), Handels- und
Marktinformationen britischer Konsuln in aller Welt, Protokolle und
Akten zu Untersuchungsausschüssen aller Art (z.B. Kinder- und
Frauenarbeit, Finanzmärkte, Lebensmittelregulierung, Lebensverhältnisse
in Großstädten, Sklaverei und Sklavenhandel, Landwirtschaft in Irland,
Kriminalstatistik.

http://parlipapers.proquest.com/profiles/hcpp/search/basic/hcppbasicsearch

Bindungsreife

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Das Interesse des Bibliothekars, die Zeitschrift für die Bindung zusammenzuhalten, und das Interesse der Wissenschaftler, die Zeitschrift recht weit wegzutragen, laufen einander gelegentlich zuwider, und kollidieren fristgerecht zum Buchbindetermin.

Demnächst hier: Vom Feststellen der Bindereife und der Freude wenn das Jahresregister noch da ist. Bibliothekarische Freudentänze aus dem Echtbetrieb.

Das Niederösterreichische Landesgesetzblatt ist eine “Extrem-Loseblattsammlung”, bestehend 31 blauen und 85 gelben Mappen. Die Loseblattsammlung, unter Bibliothekaren auch “Das Biest” genannt, ist eine der wenigen Fälle, in denen entnommene Lieferungen nach einem undurchsichtigen und kafkaesken Schema in weitere Archivordner einzupflegen sind.

Sie wird heute nur noch in speziellen Ausbildungs-Bootcamps für besonders krisengeschulte Verwaltungsbeamte eingesetzt. Wir werden Sie in Ehren halten.

Rohrpost

Liebes Rektorat,

ich beantrage hiermit die Verlegung einer Rohrpost-Anlage, die die Bibliothek mit dem 2. Obergeschoß verbindet.
Eine solche würde es uns ermöglichen, die Institute mit unseren News-Services, der Zustellung von wichtigen Dokumenten und der Übermittlung von dringenden Büchern sehr viel schneller und effizienter zu erreichen.
Weiters könnten die hierorts zahlreich vorhandenen Lüftungskanäle ihrer offenkundig eigentlichen Bestimmung zugeführt werden, die dem Architekten vorschwebte.  In Zeiten von gehäuften Hacker-Angriffen wäre eine solche Anlage auch abhörsicher und würden den Ansprüchen des Datenschutzes Rechnung tragen.
Und außerdem, bitteschön, hat das Parlament auch eine Rohrpost.
Ich bitte Sie, denken Sie darüber nach, wir haben einen ersten Entwurf für Sie gezeichnet.

Mit freundlichen Grüßen,
die Bibliothek

PS: Selbstverständlich könnte auch das Rektorat mit der Rohrpost serviciert werden.