Den Wasserdruck beim Trinkbrunnen im Freihandbereich so
manipulieren, dass Nutzer damit direkt in Richtung wertvoll wirkender Sondersammlungen zielen.
#Wir wollen auch mal unseren Spaß haben.
”Der Schrei”, von Munch.
Die tiefere Ordnung der Dinge
Den Wasserdruck beim Trinkbrunnen im Freihandbereich so
manipulieren, dass Nutzer damit direkt in Richtung wertvoll wirkender Sondersammlungen zielen.
#Wir wollen auch mal unseren Spaß haben.
”Der Schrei”, von Munch.


Das Niederösterreichische Landesgesetzblatt.
Dieser Horrorschocker, bestehend aus 31 blauen und 85 gelben A5-Mappen, besticht mit einer verlockenden Komplexität in der Anwendung und zahlreichen unerwarteten Pointen (“Lieferung in Verstoß geraten”), und hat schon mehrere Bibliothekare an die Grenzen ihrer Geistesgesundheit gebracht.
Ein packender Thriller, den Sie nicht verpassen sollten.
(Freigegeben ab 18 Jahren)
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Bei Eintreffen einer neuen Lieferung ist die Vorgängerlieferung, die Vorvorgängerlieferung oder auch nur ein Teil derselben (so genau weiß man das nicht) zu entnehmen, und in einen sogenannten Archivordner einzulegen.
Von humorbewanderten Bibliothekaren daher auch als “EXTREM-Loseblattsammlung” bezeichnet (als ob dieser verstörende Medientyp irgend eine Art von Normalfall zuließe), stellt einen dieses Verfahren schnell vor ein philosophisches Problem: Was schon hier nicht war, wird auch dort nicht sein können. Und so sind im besten Fall Archiv- wie neue Mappen herzlich unvollständig; die Suche in jeder halbwegs intensiv genutzten Bibliothek wird von einem schicksalhaften Moment bestimmt und verläuft getreu nach dem Motto “Lotto – 6 aus 45″.

Historische Horrorfilm-Plakate kann man viel besser verstehen, wenn man einmal das Niederösterreichische Landesrecht eingepflegt hat.

Also Behördenbibliotheken sind einfach super! Zunächst sind die BibliothekarInnen dort so ausnehmend sympathische, engagierte und historisch bewanderte Personen.
Dann haben Behördenbibliotheken etwas behoben, das an vielen anderen Bibliotheken sehr stört: Die lästigen Nutzer. Im Vergleich zu den meisten Uni-Bibliotheken befindet man sich dort in erlesener, ja kaum vorhandener Gesellschaft, die zudem in Form vereinzelter Hofräte so gut gelaunt an den Vorgang der Bibliotheksbenutzung herantritt, dass man sich sofort ertappt dabei findet, wie man sich in einer gewissen Exklusivität zu sonnen beginnt.
Vorbeikommende Richterinnen und juristische Mitarbeiter fragen nach Kommentaren und plaudern ein wenig.
Von der lästigen Flut herumtrampelnder, ständig essender, lärmender und Fragen stellender Nutzer befreit, hat man als juristischer Bibliothekar/in dort denn auch Zeit für die wirklich wesentlichen Dinge: juristische Recherche, das Erstellen von Entscheidungssammlungen, Rechtsprechungsübersichten und Pressespiegeln, und nicht zuletzt die eigene Publikation von Büchern, Aufsätzen und anderem. Kurz: Das Teilnehmen an der Welt der Justiz.
Okay, ich gebe zu, ich bin ein bisschen verliebt: Eine Behördenbibliothek hätte ich auch gerne!
Zurückgekehrt in meinen eigenen Hafen, werde ich in einem ersten Schritt vielleicht sukzessive die Nutzer abschaffen.
Dann muss ich nur noch einen Gerichtshof aus uns machen. Was vielleicht etwas schwieriger durchzusetzen sein wird..
Vielleicht eine Art Bibliotheksgericht, für besonders schwere Benutzungs-Vergehen..?
Heute aus dem Verwaltungsgerichtshof.




“Von draußen vom Walde komm ich her”.
authentische Transportlösung mit Rucksack-Prinzip zum Umschnallen: Mit diesen Tragen wurden früher die Bücher aus dem Magazin und zurück transportiert.
Modell Knecht Ruprecht
So viel Geschichte trägt dieses Haus in sich: ehemals Böhmische Hofkanzlei, erbaut von (u.a.) Fischer von Erlach beherbergt das Haus am Judenplatz heute den VwGH.
Überall im und um das Gebäude (das eben wieder einen Fassadenputz genießt) finden sich Spuren seiner vielfältigen Bestehensgeschichte.

Die Putenstiege,
äh Puttenstiege, Zierde des Hauses mit vielfältigem Engels-Aufgebot.

Senatspräsidentengang.

In einem der Senatspräsidentenzimmer war früher eine Kapelle. Als quasi integrierte Maßnahme der Arbeitnehmer-Gesundheit sollten diese nicht vom Kirchgang durch die Arbeit abgehalten werden, äh umgekehrt. Sie wissen schon.
Jedenfalls hat Joseph der II. das alles umgemodelt und kaputtgemacht, das Deckenfresko übermalen lassen, bis es bei späteren Restaurierungsarbeiten wieder zum Vorschein kam. Heute ziert es eines der 13 Senatspräsidentenzimmer.

Präsidentenzimmer.

Fast so schön wie mein Büro daheim.
Fast.
Sie sehen eine Szene aus der Kulisse von “Sissi, Jugendjahre einer Kaiserin”.
Nicht ganz, es ist der “gelbe Salon”.

50er Style deluxe.
Dieser Teppich könnte meine Wohnung füllen.
#Verhandlungssaal

In diesem Haus verstarb J. B. Fischer von Erlach 1723.
Heue ist praktischerweise darin das ARTIS Kino, damit die Richterinnen es nicht so weit haben zum Film schauen.


So viel schön gelb!
Archivierte Gesetzesausgaben von jeder Auflage.


Das Kronprinzenwerk: Die Enzyklopädie die Rudolf über die österreichisch-ungarische Monarchie in Auftrag gab.




Ab morgen bin ich als Praktikantin im Verfassungsgerichtshof unterwegs!
wird man ja bekanntlich dümmer. Die Leute kommen aus ihren Ferien zurück, setzen sich an den Schreibtisch und zack-bumm, wissen sie ihr Computer-Passwort nicht mehr. Passiert wirklich.
Ich glaube langsam dass das stimmt. Wie kann es sein dass ich seit Stunden nicht schaffe dieses Dings aus dem Überraschungs-Ei zusammenzubauen, was 6jährigen Kindern scheinbar mühelos gelingt? Ich fürchte dieses Dings wird sicher niemals fliegen können..
